Erstellung eines Google Ads Kontos

2 Google Ads – die Vorbereitung
2.1 Vor dem Start – die Vorbereitung ist wichtig ………………………………………………… 81
2.2 Der Google-Login als Basis für das Google-Ads-Konto ………………………………… 82
2.3 Der schnelle Einstieg in Google Ads …………………………………………………………………. 86
2.3.1 Ihr Google-Ads-Konto …………………………………………………………………………….. 90
2.3.2 Kampagnen ……………………………………………………………………………………………… 91
2.3.3 Anzeigengruppen ……………………………………………………………………………………. 92
2.4 Hinweise zum Google-Ads-Login ……………………………………………………………………… 93
2.5 Google Smart Campaign ist Teil von Google Ads ………………………………………….. 94
2.5.1 Produktvergleich ……………………………………………………………………………………… 95
2.5.2 Unternehmensprofil ……………………………………………………………………………….. 96
2.5.3 Erste Einstellungen einer Google Smart Campaign ……………………………. 97
2.5.4 Erstellen der Anzeige ………………………………………………………………………………. 101
2.5.5 Definition der Keyword-Themen ………………………………………………………….. 103
2.5.6 Standortauswahl …………………………………………………………………………………….. 104
2.5.7 Budgetfestlegung ……………………………………………………………………………………. 105
2.5.8 Kontrolle …………………………………………………………………………………………………… 106
2.5.9 Anzeigenverwaltung ………………………………………………………………………………. 107
2.5.10 Anzeigenoptimierung …………………………………………………………………………….. 109
2.5.11 Fragen zu Google Smart Campaign ……………………………………………………… 112

2.6 Was möchten Sie mit Google Ads erreichen? ………………………………………………… 114
2.6.1 Definieren und notieren Sie Ihre Ziele …………………………………………………. 115
2.6.2 Besucher sind (noch) keine Kunden ……………………………………………………… 115
2.6.3 Conversions = die Ziele Ihres Online-Marketings ……………………………….. 117
2.6.4 Conversions in Google Ads erstellen …………………………………………………….. 119
2.6.5 Sonderfall: Anruf als Conversion …………………………………………………………… 129
2.6.6 Sonderfall: Offline-Conversions importieren ………………………………………. 134
2.6.7 Import aus Matomo ……………………………………………………………………………….. 140
2.6.8 Conversions im Google-Ads-Konto ………………………………………………………. 142
2.6.9 Welche Zielgruppen sind für Sie interessant? …………………………………….. 143
2.7 So nutzen Sie Google Ads richtig ………………………………………………………………………. 145
2.7.1 Google Ads Keyword-Planer ………………………………………………………………….. 146
2.7.2 Das Google-Ads-Budget planen ……………………………………………………………. 155
2.7.3 Keywords analysieren und bewerten …………………………………………………… 156
2.7.4 Die passende Gebotsstrategie bestimmen …………………………………………. 157
2.7.5 Die richtige Strategie wählen ………………………………………………………………… 163
2.8 Checkliste zur Vorbereitung einer Google-Ads-Kampagne ……………………….. 164
2.9 Fazit …………………………………………………………………………………………………………………………. 165

Tag 2: Plattform-Architektur & Konto-Einrichtung

Was ist Suchmaschinenmarketing (SEM)?

SEM ist der Oberbegriff für alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen über Suchmaschinen sichtbar wird. Er umfasst zwei Disziplinen:

SEO (organisch)SEA (bezahlt, z. B. Google Ads)
KostenKein Klickpreis, aber Zeit-/RessourceninvestitionPro (Klick, View, Conversion) bezahlt
GeschwindigkeitLangsamer Aufbau (Wochen bis Monate)Sofort sichtbar nach Freischaltung
PositionDurch Relevanz/Autorität erarbeitetDurch Gebot + Qualitätsfaktor erkauft
NachhaltigkeitWirkung hält auch ohne laufende Investition anSichtbarkeit endet, sobald Budget aufgebraucht ist

SEO vs. SEA – was ist besser?

Keine pauschale Antwort – „kommt drauf an“ – beide ergänzen sich. SEA eignet sich für schnelle, kurzfristig steuerbare Ergebnisse und stark umkämpfte Keywords. SEO eignet sich für langfristigen, nachhaltigen Traffic ohne laufende Klickkosten, braucht aber deutlich mehr Zeit. In der Praxis fahren die meisten Unternehmen beide Strategien parallel.

Die Grenzen des Suchmaschinenmarketings

  1. Keine Nachfrage, keine Suche. SEM funktioniert nur, wenn Nutzer schon wissen, dass es für ihr Problem eine Lösung gibt, und danach suchen. Bei ganz neuen, unbekannten Produkten sucht kaum jemand gezielt – hier hilft SEM wenig. Besser: Push-Werbung (Display: Bild/Video), um das Bedürfnis erst zu wecken.
  2. Schwer nachvollziehbare Customer Journey. Nicht jeder Website-Besucher bestellt sofort – der Weg vom ersten Klick bis zum Kauf kann sich über mehrere Kanäle und Tage erstrecken.

Das Auktionsmodell

Bei jeder Suchanfrage entscheidet nicht allein das höchste Gebot, welche Anzeige oben erscheint. Google versteigert Anzeigenplätze in einer Echtzeit-Auktion. Werbetreibende legen ein maximales Gebot pro Klick fest – das ist aber nur einer von mehreren Faktoren für die Position.

Anzeigenrelevanz und der Qualitätsfaktor

Google bewertet zusätzlich zum Gebot die Qualität einer Anzeige: wie gut das Keyword zum Anzeigentext passt, wie hoch die erwartete Klickrate ist, wie nutzerfreundlich die Landingpage ist. Diese Bewertung fließt in den Qualitätsfaktor (Skala 1–10) ein.

Ein hoher Qualitätsfaktor kann eine Anzeige mit niedrigerem Gebot vor eine Anzeige mit höherem Gebot bringen – und macht Klicks gleichzeitig günstiger. Wer relevante, gut aufgebaute Kampagnen schaltet, zahlt tendenziell weniger pro Klick (informell manchmal „Google Ads Discounter“ genannt).

Position und Preis werden nicht nur vom Geld, sondern maßgeblich von der Relevanz bestimmt.

Beispiele für den Qualitätsfaktor bei Google Ads:

  1. Voraussichtliche Klickrate – wie wahrscheinlich ein Klick ist, basierend auf bisheriger Performance.
    1. Beispiel: Keyword „Laufschuhe kaufen“ → Anzeige nennt „Laufschuhe“ direkt + Rabatt → höhere erwartete CTR als eine generische „Sportartikel“-Anzeige.
  2. Anzeigenrelevanz – wie gut der Anzeigentext zur Suchabsicht passt.
    1. Beispiel: Keyword „vegane Laufschuhe“ → Anzeige „Vegane Laufschuhe – 100 % tierfrei“ schneidet besser ab als eine generische „Laufschuhe – jetzt kaufen“-Anzeige.
  3. Nutzererfahrung auf der Landingpage – Ladezeit, Mobile-Tauglichkeit, inhaltliche Relevanz (löst die Seite das Anzeigenversprechen ein?), Transparenz und einfache Navigation.

Konkretes Beispiel: Keyword [Laufschuhe Damen kaufen] → Anzeigentitel „Laufschuhe für Damen – Jetzt online kaufen“ → schnelle Landingpage speziell zu Damen-Laufschuhen, die den beworbenen Rabatt sofort zeigt.

Diese Übereinstimmung von Keyword, Anzeige und Landingpage treibt den Qualitätsfaktor nach oben – das senkt tendenziell den Klickpreis und verbessert die Position.

Mehr dazu: https://support.google.com/google-ads/answer/6167118?hl=de

Was kostet Google Ads?

Kein Mindestbudget, keine Grundgebühr – bezahlt wird grundsätzlich nur bei tatsächlicher Aktion (meist ein Klick). Kosten variieren stark je nach Branche und Wettbewerb um die gewählten Keywords. Mehr dazu.

„Was kostet einen Like?“

Marketing Budget 10% umsatz. 10% von das Paid Marketing.

Der Google-Login als Basis

Ein Google-Ads-Konto ist an ein Google-Konto gekoppelt. Empfehlung: ein dediziertes Google-Konto für das Unternehmen nutzen (nicht die private Gmail-Adresse einer einzelnen Person), damit Zugriff später sauber verwaltet werden kann.

Der schnelle Einstieg

Drei zentrale Ebenen wie ein Trichter:

  • Das Konto – E-Mail-Adresse, Passwort, Zahlungsinformationen.
  • Kampagnen – globale Einstellungen wie Werbenetzwerke, Standorte, Sprachen, Budgets.
  • Anzeigengruppen – die Klammer, die Keywords und Anzeigentext verbindet.

Kontohierarchie im Detail

Verwaltungskonto (MCC)
 └── Unterkonto
      └── Kampagne
           └── Anzeigengruppe
                ├── Keywords
                └── Anzeigen

Benennungsregeln: Eine konsistente Namenskonvention (z. B. [Land]_[Produktlinie]_[Kampagnentyp]) erspart später Verwirrung. Beispiel: DE_Laufschuhe_Search.

Budgetverwaltungsmodelle: Budgets können pro Kampagne einzeln festgelegt werden, oder mehrere Kampagnen teilen sich ein gemeinsames (geteiltes) Budget.

Was ist eine Anzeigengruppe – und warum braucht man sie?

Eine Anzeigengruppe ist die Verbindung zwischen einer Menge thematisch zusammengehöriger Keywords und dem dazu passenden Anzeigentext. Jede Kampagne benötigt mindestens eine Anzeigengruppe – max drei – jede Anzeigengruppe benötigt mindestens ein Keyword und mindestens eine Anzeige.

Eine gute Anzeigengruppe behandelt genau ein Thema – nicht mehrere lose verwandte Themen – damit Keyword und Anzeigentext maximal zueinander passen (das erhöht später den Qualitätsfaktor, siehe oben).

Die Anatomie eines Google-Ads-Kontos – Zusammenfassung

  • Konto – eindeutige E-Mail-Adresse, Passwort, Zahlungsinformationen.
  • Kampagne – globale Einstellungen (Netzwerke, Standorte, Sprachen, Budget).
  • Anzeigengruppe – verbindet Keywords mit passendem Anzeigentext.
  • Keywords – individuelle Match-Types und Gebote möglich.
  • Textanzeige – inhaltlich passend zu den hinterlegten Keywords.

Welche Kampagnentypen gibt es?

https://support.google.com/google-ads/answer/2567043?hl=de

KampagnentypKurzbeschreibungKeywords nötig?
SuchanzeigenErscheinen in Google-Suchergebnissen und bei Partnerseiten, wenn Nutzer aktiv suchen. Höchste Kaufabsicht. AI Max für Suchkampagnen mit KIJa
Performance MaxAutomatisierter, zielbasierter Typ, greift in einer Kampagne auf das gesamte Google-Ads-Inventar zu. mit KINein (KI-gesteuert)
DisplayanzeigenBildanzeigen auf über 2 Mio. Websites/Apps – gut für Sichtbarkeit/Markenbekanntheit.Nein
VideoanzeigenAnzeigen auf YouTube; Bezahlung meist nur bei tatsächlichem Ansehen.Nein
App-KampagnenInformationen aus Ihrer App genutzt, um Anzeigen in der Google Suche, auf Google Play, auf YouTube, in Discover usw.Nein
Shopping-AnzeigenProduktanzeigen mit Bild/Preis direkt in den Suchergebnissen; Benötigt: Google Merchant Center https://www.google.com/intl/de_de/retail/Nein
Smarte KampagnenVereinfachte, automatisierte Lösung für kleine Unternehmen.Nein (Themen statt Keywords)
Discovery/Demand GenPersonalisierte Anzeigen in YouTube-Startseite, Gmail, Discover-Feed. mit KINein
  • Konkrete Kaufabsicht ansprechen = Suchanzeigen.
  • Sichtbarkeit/Reichweite oder automatisierte Kanalabdeckung = Display, Video, Performance Max oder Discovery.

Die drei Komponenten einer Suchanzeige

Da an Tag 3 eine Suchkampagne gebaut wird, lohnt sich hier schon der Überblick über ihre drei Bausteine:

  1. Ausrichtung – bestimmt, wo und wem die Anzeige gezeigt wird (Keywords, Standort, Sprache).
  2. Anzeigenformate – Textanzeigen, Responsive Anzeigen (passen sich automatisch an), Bildanzeigen.
  3. Gebotsstrategien – abhängig von Kampagnenziel und Erfahrungsstand (siehe unten).

Zwei Wege zur Kontoeinrichtung

Weg 1 – Google Smart Campaign (vereinfachter, automatisierter Einstieg): Unternehmensprofil verknüpfen → erste Einstellungen (Ziel festlegen) → Anzeige erstellen (Google formuliert mit) → Keyword-Themen statt einzelner Keywords wählen → Standortauswahl → Budgetfestlegung → Kontrolle → laufende automatisierte Verwaltung/Optimierung. Vorteil: sehr schneller Einstieg, kaum Fachwissen nötig. Nachteil: deutlich weniger Kontrolle über Keywords, Gebote, Ausschlüsse.

Weg 2 – Expertenmodus (volle Kontrolle): Kontoname, Zeitzone (kann später nicht mehr geändert werden!) und Währung festlegen; Zahlungsmethode und Abrechnungsart wählen. Danach volle Kontrolle über Kampagnentyp, Gebotsstrategie, Netzwerke, exakte Keywords/Match-Types und Erweiterungen.

Wann welchen Weg wählen? Smart Campaigns eignen sich für sehr kleine Budgets und wenig Zeit/Fachwissen. Der Expertenmodus lohnt sich, sobald ernsthaft optimiert, mehrere Kampagnen gesteuert oder gezielt ausgeschlossen werden soll – für die meisten mittelständischen Werbetreibenden der sinnvollere Weg. An Tag 3 wird im Expertenmodus gebaut, damit die volle Kontrolle über Keywords und Anzeigentexte besteht.

Ziele definieren

Ein häufiger Anfängerfehler: Website-Besucher mit Kunden verwechseln. Ein Klick ist noch kein Verkauf – nur die Chance, aus einem interessierten Nutzer einen Kunden zu machen.

Leitfragen: Was ist mein Ziel? Woran messe ich Erfolg (KPIs)? Was biete ich, für wen? Warum wollen die Leute es? In welchem Kontext befinden sie sich? Wie wollen sie es haben?

Unternehmensziele mit SEA

ZielBedeutung
Umsatz steigernMehr Verkäufe – online, per App, im Geschäft, telefonisch
Leads generierenNutzer zu Interaktionen anregen, die zu Conversions führen
Mehr WebsitezugriffePotenzielle Kunden zum Website-Besuch motivieren
Kaufentscheidungen beeinflussenProdukte/Dienstleistungen ins Blickfeld rücken
Markenbekanntheit steigernBreite Zielgruppe erreichen, Präsenz erhöhen

Keyword-Planer zur Budgetorientierung

Der Keyword-Planer liefert grobe Schätzungen zu Suchvolumen und Klickpreisen in der eigenen Branche – an Tag 2 genutzt, um eine realistische Budgetgrößenordnung einzuschätzen (nicht, um bereits die finale Keyword-Liste zu erstellen – das folgt an Tag 3).

Budget planen & Gebotsstrategie bestimmen

StrategieWann sinnvoll
Manuelle CPCVolle Kontrolle, z. B. Startphase
Maximale KlicksZiel: möglichst viel Traffic
Klicks/Conversions maximierenAutomatisiert, sobald genug Daten vorliegen
Ziel-CPAFeste Kostenvorgabe pro Aktion
Ziel-ROASFokus auf Umsatz im Verhältnis zu Werbeausgaben

Empfehlung: In der Startphase (wenige/keine historischen Daten) sind manuelle oder klick-basierte Strategien meist sinnvoller als automatisierte, datenhungrige Strategien.

Aufgabe 1 – Whiteboard-Review: Anhand des Beispiels eines Sportartikelhändlers wird die Kontostruktur als reine Planung entworfen (noch keine Live-Kampagne, kein Anzeigentext):

Kampagne 1: Sportbekleidung
 ├── Anzeigengruppe: Laufschuhe
 └── Anzeigengruppe: Fitnessbekleidung

Kampagne 2: Sportausrüstung
 ├── Anzeigengruppe: Fitnessgeräte
 └── Anzeigengruppe: Yogazubehör

Es werden nur Kampagnen- und Anzeigengruppennamen sowie deren thematische Trennung festgelegt.

Aufgabe 2 – Vorbereitungs-Checkliste:

  • Ziele notiert
  • Zielgruppe(n) bestimmt
  • Bedürfnisse/Wünsche der Zielgruppe analysiert
  • Zielregion(en) festgelegt
  • Liste passender Keywords (grob) erstellt
    • welche hat funktioniert
  • Liste auszuschließender Keywords (grob) erstellt
    • welche sind spaeter als negative keywoerter gesetzt
  • Vorteile der eigenen Produkte/Dienstleistungen notiert
  • Serviceleistungen aufgelistet
  • Call-to-Actions gesammelt
  • Landingpage-Idee vorhanden (Feinarbeit an Tag 3)
  • Werbebudget grob geschätzt
  • Passende Gebotsstrategie überlegt

Aufgabe 3 – Konto anlegen (nur Struktur, keine Kampagne): Praktische Einrichtung eines Google Ads-Verwaltungskontos (MCC) oder Unterkontos im Expertenmodus – aus Sicherheitsgründen ohne Abrechnungseinrichtung. Es geht ausschließlich um Kontoname, Zeitzone, Währung.

Selbstständige Praxis

Aufgabe: Erstellung eines vollständigen Kontostruktur-Diagramms für ein selbst gewähltes Unternehmensbeispiel – als Review und Vorbereitung für Tag 3.

Vorgaben:

  • 1 Kampagne
  • 3 Anzeigengruppen
  • 5 Keywords pro Anzeigengruppe (grobe Liste, noch nicht nach Match-Type sortiert – folgt an Tag 3)
  • Budgetzuweisung pro Kampagne (grob geschätzt mit dem Keyword-Planer)

Abgabeformat: Diagramm/Tabelle, das die Hierarchie Konto → Kampagne → Anzeigengruppen → Keywords sichtbar macht, ergänzt um die grobe Budgetangabe. Dieses Diagramm ist die Grundlage, mit der an Tag 3 die echte Suchkampagne gebaut wird.

Referenzmaterial Tag 2

Google Ads Budget: Bei 1 € pro Tag

Tag 1–14: Daten sammeln.
Die Kampagne nicht ständig verändern.

Danach schaust du dir Folgendes an: Suchbegriffe → Klicks → CTR → Kosten → Conversions

Ich würde insbesondere nach Suchbegriffen mit mindestens 1 Klick schauen, anstatt mich zu sehr mit statistischer Signifikanz zu beschäftigen.

Bei deinem kleinen Budget geht es zunächst darum, erste Tendenzen und Signale zu erkennen.

Danach:

  • Gute, kommerziell relevante Suchbegriffe → eventuell als Exact- oder Phrase-Match-Keywords hinzufügen.
  • Irrelevante Suchbegriffe → als negative Keywords hinzufügen.
  • Interessante, unerwartete Suchbegriffe → genauer untersuchen.

Erst wenn du genügend Daten gesammelt hast, würde ich anfangen, mich ernsthaft mit der Optimierung auf Conversions zu beschäftigen.

Warum das 1-€-Prozess genau richtig angesetzt ist

Aspekt deiner StrategieWarum das bei 1 €/Tag Sinn macht
Keine statistische Signifikanz erwartenBei 1 €/Tag erhältst du je nach Klickpreis (CPC) nur etwa 10–30 Klicks in zwei Wochen. Signifikanz ist mathematisch unmöglich; Fokus auf qualitative Tendenzsignale ist der einzig gangbare Weg.
Manuelle Keyword-Pflege (Exact/Phrase & Negatives)Bei Kleinstbudgets darf kein Cent für irrelevante Suchanfragen verschwendet werden. Das Filtern von Suchbegriffen und das Buchen als exakte/passende Keywords schützt dein Restbudget.
Conversion-Optimierung erst späterEin Wechsel auf conversion-basierte Gebotsstrategien macht erst Sinn, wenn ausreichend Conversion-Daten vorliegen. Vorher ist Manuelle CPC oder Klicks maximieren die richtige Wahl.

Wichtige Einschränkungen bei 1 € pro Tag

  1. Branchen-CPC beachten: Liegt der durchschnittliche Klickpreis in deiner Branche über 1 € (z. B. bei B2B-, Finanz- oder Dienstleistungs-Keywords), liefert die Kampagne tagelang eventuell keinen einzigen Klick.
  2. Daten-Latenz: Es dauert deutlich länger als 14 Tage, um aussagekräftige Suchbegriffe zu identifizieren, wenn nur sehr wenige Impressionen generiert werden.
  3. Region / Targeting eingrenzen: Damit das geringe Budget Wirkung zeigt, sollte das geografische und thematische Targeting möglichst eng gewählt werden.